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Stückholzkessel:

Stückholz, auch Scheitholz genannt, wird klassisch mit Hilfe von Säge und Axt/Spalter gewonnen. Das Holz wird auf die entsprechende Länge gesägt und anschließend gespalten. Dies sollte bereits vor der Lagerung auf Betriebs- bzw. Ofenlänge zugeschnitten werden, um zusätzlichen Aufwand zu vermeiden und die Trocknungzeit zu verkürzen (größere Oberfläche). Es darf nur naturbelassenes Holz verbrannt werden. Wichtig ist außerdem, dass möglichst trockenes Holz verbrannt wird.
Hartlaubholz wie Buche und Eiche hat eine höhere Energiedichte als dies bei Nadelhölzern wie zum Beispiel Fichte, Tanne oder Kiefer der Fall ist. Das bedeutet eine längere Brenndauer und damit längere Nachlegeintervalle. Zum Anzünden des Feuers dagegen ist Nadelholz besser geeignet, weil damit wesentlich schneller die notwendige Betriebstemperatur erreicht wird, die für eine saubere Verbrennung benötigt wird.

Jeder Scheitholzkessel besitzt einen Füllraum, in den die Holzscheite eingelegt werden. Die Länge der Stückhölzer hängt vom Holzkessel ab. Der Füllraum eines modernen Scheitholzgebläsekessels reicht für vier bis acht Stunden Brenndauer, je nach Wärmeabnahme. Und mittels einer Lambdasonde kann auch eine Feuerungsregelung zur Minimierung der Emissionen realisiert werden. Primär- und Sekundärluft können klar getrennt werden. Bei den modernen mikroprozessorgesteuerten Scheitholzkesseln ist eine Leistungsanpassung möglich. Obwohl die neuen Scheitholzkessel auch bei Teillast noch gute Wirkungsgrade erreichen, sollten sie in jedem Fall mit einem Warmwasserspeicher (Pufferspeicher) gekoppelt sein, denn mit dem Pufferspeicher kann der Betrieb des Holzkessels von der tatsächlichen Wärmenachfrage des Heizungssystems entkoppelt werden.

Der Holzkessel kann so überwiegend mit seiner vollen Leistung und damit in einem Bereich geringster Emissionen und hoher Wirkungsgrade betrieben werden, auch wenn gerade nur wenig Wärme benötigt wird. Wichtig hierbei ist, dass der Pufferspeicher entsprechend den Angaben des Kesselherstellers dimensioniert werden sollte.